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Donnerstag, 17. Mai 2012 „Gauwandertag an Himmelfahrt“
04.05.2012, 23:30


Start und Ziel: John-Sutton-Schule in Kiedrich
Kurze oder lange Rundwanderung mit 8 bzw. 13 km.
(Es...
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TSG Sonnenberg - Radball - Landesliga, 4. Spieltag in Kostheim
28.02.2012, 11:47
Zum Rückrundenstart blieben Stefan Clemenz und Rainer Jekel mit 6 Punkten aus 3 Spielen im Soll. Gegen...
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TSG Sonnenberg – Kunstradsport - Bezirksmeisterschaft 2012 in Breckenheim
28.02.2012, 11:40
Mit drei Titeln und drei direkten Qualifikationen für die Hessen-
meisterschaften waren die Sportler...
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Aktuelles
![]() TSG SONNENBERG 150 Jahre alter Verein strotzt vor Energie und Ideen
Wer heute an Turnvereine denkt, kommt wohl eher nicht auf die Idee, sie als staatsgefährdend einzustufen. Im Gegenteil. Durch sportliche Früherziehung leisten sie wichtige Grundlagenarbeiten für die motorischen Entwicklungen von Kleinkindern. Nicht nur deswegen werden die Turnvereine von vielen Politikern gerne als unersetzliche Institutionen unserer Gesellschaft gelobt.
Doch über diese lobenden Worte vonseiten des Staates konnten sich die Turnvereine nicht immer freuen. Das belegt ein Brief aus dem Jahre 1926, der bald in der Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Turn- und Sportgemeinde Sonnenberg veröffentlicht werden wird.
Ein damals 80-jähriges Vereinsmitglied, das die Gründung der TSG im Jahre 1861 noch selbst miterlebt hatte, erinnert in diesem Schreiben anlässlich der Einweihung der neuen Sporthalle an die Anfänge des Turnvereins. Es berichtet vom Freiheitsgedanken der gescheiterten deutschen Revolution des Jahres 1848, den die Turnvereine mit sehr viel Idealismus zum Leidwesen der Obrigkeit aufgenommen hatten. "Die Situation können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen", unterstreicht Robert Reininger, der seit 1983 die Geschicke der TSG als Erster Vorsitzender lenkt und seit beachtlichen 55 Jahren im Vorstand des Vereins tätig ist.
Als Kind trat Reininger kurz nach dem Krieg der Turngesellschaft bei. "Es gab ja nicht viele Möglichkeiten", sagt er schulterzuckend. Schnell entdeckte er aber den Spaß am Turnen. Damit ist freilich nicht nur das Geräterunen gemeint, wie mancher vielleicht meinen könnte. "Unser Verein war und ist auch heute noch vielseitig aufgestellt", sagt er. Schon nach dem Krieg gehörte die Leichtathletik genauso wie das Singen zum Portfolio der TSG.
Heute gibt es Turnangebote für Babys, Eltern mit ihren Kindern, Vorschulkinder und viele weitere Heranwachsende. Daneben bietet der Verein Schwerpunkttrainingseinheiten zum Geräteturnen sowie diverse Gymnastikkurse an. Nordic Walking, Lauftreffs, Freizeitvolleyball-Gruppen, Radball und regelmäßige Wanderungen runden das Programm ab.
"Unsere Angebote sind nicht gänzlich versportlicht, sondern wenden sich mit ihrer Vielseitigkeit an interessierte Menschen jeden Alters", betont Reininger. Egal, ob das Baby mit drei Monaten zum Turnen komme oder ob sich ältere Generationen zur Gymnastik treffen - "bei uns finden alle etwas", sagt Reininger. Nicht umsonst zähle der Verein stolze 1758 Mitglieder. Eine Zahl, die seit Jahren kontinuierlich anwachse, wie der Erste Vorsitzende unterstreicht.
Doch auch der Wettkampfgedanke wird bei der TSG Sonnenberg gepflegt. Vor allem Kunstradfahrer, Gymnastik- und Tanzgruppen sowie Radballer treten immer wieder bei Gau-, Hessen- und sogar deutschen Meisterschaften an.
Trotz wachsender Mitgliederzahlen der TSG sieht Reininger einen Wandel auf die gesamtdeutsche Vereinslandschaft zukommen. Die Gründe lägen in der sich wandelnden Gesellschaft. "Das fängt schon im Schulbereich an", sagt Reininger. Nachmittagsunterricht sowie das verkürzte G8-Abitur würden Kindern und Jugendlichen die Zeit rauben, in Vereinen Sport zu treiben oder sich sogar darin als Trainer oder Ähnliches ehrenamtlich zu engagieren. Vollgestopfte Master- und Bachelorstudiengänge hätten den gleichen Effekt bei Studenten. "Da bleibt neben dem Studium oftmals keine Zeit mehr für die Vereine", sagt Reininger. Wer dann wegen etwaiger Studiengebühren arbeiten müsste, hätte es noch schwerer. Im Beruf würden ebenfalls immer neue Hürden aufgebaut. "Das Zauberwort heißt ja heute Flexibilität", weiß Reininger: "Aber wie kann ich mich denn an einen Verein binden, wenn ich heute in München und morgen in Hamburg bin?", fragt der Vorsitzende. Auch die TSG habe inzwischen Schwierigkeiten, neue Übungsleiter aus dem eigenen Nachwuchs zu generieren. "Den meisten fehlt die nötige Zeit, um jede Woche eine Trainingsstunde anzuleiten", klagt er. Gut bewährt habe sich für die TSG Sonnenberg dagegen die Kooperation mit der örtlichen Konrad-Duden-Grundschule. "Die Zusammenarbeit klappt super und besteht fast schon seit Anbeginn des Vereins", freut sich Reininger. Wenn es nach ihm ginge, könnte das auch noch in den nächsten 150 Jahren so weitergehen.
Von Daniel Duben
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